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Frage:

Ich möchte mein Gartenhaus aus Holz mit Eurer Farbe (grün) neu streichen. Muss ich die alte Farbe komplett vom Untergrund entfernen?
Und kann man bei der Entfernung der alten Farbe einen SpeedHeater benutzen?

Antwort:

Generell läßt sich Leinölfarbe auf die meisten Untergründe (alkalische Untergründe müssen vorher grundiert werden) streichen. Wichtig ist, dass die "alte" Farbschicht intakt ist und eine gute Haftung zum Untergrund hat. Wenn das nicht der Fall ist, müssen alle losen "Farbschollen/Farbschichten" entfernt werden. Denn die Leinölfarbe geht eine Bindung mit der alten Farbschicht ein und hält/haftet genauso gut wie diese.
Bevor mit Leinölfarbe gestrichen werden kann, muß der Untergrund von Schmutz und Fett befreit werden. Anschließend muß die Fläche gründlich geschliffen werden, dann geht die Leinölfarbe die beste Bindung zum Untergrund ein.
Vom SpeedHeater rate ich unbedingt ab...zum einen können die "älteren" Farbschichten Blei enthalten, die sehr giftig sind und somit in die Umwelt gelangen, zumal die sehr giftigen Bleidämpfe Sie gesundheitlich gefährden.
Zum anderen beschädigt die starke Wärme das Holz dauerhaft. Es entzieht dem Holz vitales Harz und Öle.

Als Tipp...der erste Leinölfarbenanstrich auf bemalte Untergründe sollte "mager" sein, d.h. ca. 70% Farbpaste und 30% Leinöl- oder Leinölfirnis. Dieser erste Anstrich läßt sich getrocknet gut schleifen. Bei den darauffolgenden Anstrichen sollte sich der Ölanteil immer weiter erhöhen (2.Anstrich 60% Farbpaste zu 40% Leinölfirnis; 3. Anstrich 50% Farbpaste zu 50% Leinölfirnis). So entstehen keine Spannungen zwischen den Schichten.

Frage:

Danke für Eure schönen Farben, mit denen ich schon mehreren alten Möbeln zu einer neuen Karriere verholfen habe. Nun muss ich einen Fehler gemacht haben. Beim dritten Anstrich 50% Farbe/50% Leinölfirnis ist der Glanz verloren gegangen. Die Farbe hat gedeckt, wirkt aber stumpf. Da ich nur ganz wenig Farbe brauchte, habe ich auf das Sikkativ ganz verzichtet. Ich hoffe, ich bekomme von Euch einen wertvollen Tipp, wie ich das ausbessern kann.

Antwort:

Nach einem Fehler klingt das für mich nicht. Wenn die Oberfläche stumpf im Glanz erscheint, deutet das eher darauf hin, daß der Untergrund noch zuviel Öl saugt. Ich würde empfehlen die Fläche erneut zu streichen und dafür wieder Leinölfirnis zu verwenden. Der erscheint insgesamt glänzender als kaltgepresstes Leinöl. Auf Sikkativ zu verzichten kann eventuell dazu führen, daß die Fläche länger braucht zu trocknen. Wenn das bei diesem Anstrich kein Problem war, dann ist das ein zusätzliches Indiz dafür, daß der Untergrund noch Öl saugt.

Ist der Glanz nach diesem Anstrich immer noch zu stumpf, kann man der Farbe Tonkinlack beifügen. Tonkinlack ist ein Gemisch aus Leinöl und chinesischem Holzöl. Er ist sehr elastisch und sehr abbriebfest (gut für eine sehr beanspruchte Fläche) und gibt der Oberfläche einen sehr schönen Glanz.

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