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Frage:

Kann man sich eine Leinölfarbe nicht einfach (aus Kostengründen) selber herstellen, indem man z.B. Pigmente kauft, diese im Handmörser zerkleinert und anschliessend im Supermarkt-Leinöl aufweicht?

Antwort: 

Theoretisch und auch praktisch ist es möglich so Leinölfarbe herzustellen, das sind ja die Bestandteile der Ölfarbe...etwas Leinöl und Pigment. Es gibt nur zwei Probleme. Erstens: Leinöl aus dem Supermarkt ist kein gereinigtes Öl, es enthält viele Schleimstoffe, gut für uns Menschen, schlecht für das Holz. Ist das Leinöl nicht frei von Schleimstoffen, dann bieten diese einen hervorragenden Nährboden für Schimmel und Algen. Das Leinöl, das wir verwenden um die Pasten herzustellen und das kaltgepresste Leinöl zum Anrühren der Farbe ist ein gefiltertes Öl. Beim Leinölfirnis, das gekochte Leinöl, setzen sich die Schleimstoffe schon beim Kochen ab. Hier ist das Problem noch geringer.
Ja und zweitens: wenn Pigment und Leinöl auf dem Dreiwalzenstuhl verrieben werden, dann geschieht das sehr gleichmäßig und man erhält eine sehr magere (geringerer Fettanteil) Farbe. Die Walzen routieren in unterschiedlicher Geschwindigkeit, dadurch werden die Farben sehr fein in ihrer Konsistenz.. Das Pigment wird zermalmt und gleichzeitig mit Öl gesättigt, dadurch erhält man eine längere Haltbarkeit der Farbe.
Man kann durchaus Pigment und Öl auf einer Steinplatte mit einem Läufer selbst verreiben, dass ist eine schöne, aber bei größeren Mengen auch sehr mühselige Arbeit und man wird nie so feine Ölfarbe erhalten wie beim Walzenstuhl.

Leinöl aus dem Supermarkt verrieben mit Pigmenten erscheint erstmal als eine interessante Alternative. Nur begünstigt das die Schimmelbildung auf ihrem Holz erheblich und die Farbe wird von geringerer Qualität und dadurch von geringerer Haltbarkeit sein.

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